Geschichte

Mit freundlicher Genehmigung von Christiane Meier, Bolonkazucht "vom Luttergrund".

Herzlichen Dank Christiane

Geschichte des russischen TSVETNAYA BOLONKA/BOLONKA ZWETNA


Anmerkung:
Die folgende Historie ist aus dem Russischen übersetzt und wurde
zusätzlich mit anderen Teilen der Abstammungsgeschichte des russischen
Tsvetnaya Bolonka ergänzt. Bitte fühlen Sie sich frei, mich zu kontaktieren für
Korrekturen und Hinzufügungen, da dies ein fortlaufendes Projekt ist.


Geschichtlich war Russland nie bekannt für Zwergrassen von Hunden. Der Grund
dafür ist vorrangig die alte russische Gesinnung von Utilitarismus. (Zweck-
orientierung), in der die Händler und Bauern niemals einen Hund halten würden,
das nicht eine Art Arbeitshund ist. Der
Tsvetnaya Bolonka ist eine neue Rasse
von Zwerghunden, entdeckt nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, die aber
möglicherweise zurückdatiert werden kann in das frühe 18. Jh. Europa's. Kleine
weisse Luxushunde wurden in den höheren Gesellschaftsschichten Frankreich
gehalten und waren begehrte Geschenke beim Zarenhof und dem russischen Adel.
Der Adelsstand des zaristischen Russlands pflegte eine sehr enge Verbindung mit
Frankreichs Fürstenhäusern. Neben anderen Gemeinsamkeiten verbreitete die
französische Damenwelt des Hochadels auch ihre Lieblingshunde im zaristischen
Russland.


Fehlender Nachschub an Zuchttieren liess mit der Zeit eine in bestimmten Details
eigenständige Rasse entstehen. Eine kleine, lockig behaarte Rasse entwickelte sich,
ähnlich dem heutigen Bichon à poil Frisé, nur sehr viel kleiner. Sie wurde bekannt
ls Franzuska. Der Name Bolonka Franzuska (französisches Schosshündchen)
lässt auf einen Bichon aus französischen Adelskreisen schliessen.

Hunde waren von je her, weil persönlich von den Monarchen geschätzt und mit
Grosser Sorgfalt gezüchtet, beliebte und wertvolle Geschenke. So wie sich der
Barsoi, der Windhund des russischen Hochadels, über die gesamte westliche Welt
verbreitete, gelangten auch westliche Hunde nach Russland.

Weisse, gelockte Hündchen wurden in Russland gezüchtet und waren sehr beliebt.
Dies belegen ihre Erwähnungen bei vielen russischen Poeten. Von Bolonki's können
wir schon bei Puschkin lesen. Auch Katharina die Grosse 1762-1796) wusste
die kleinen Schosshündchen sehr zu schätzen.

Die Vorfahren des heutigen Tsvetnaya Bolonka kamen also schon vor der Zeit
Napoleons nach Russland und waren die bekannten French Bolonka. Nachdem
Napoleons Armee sich zurückgezogen hatte, blieben einige Vertreter der Rasse
zurück und bildeten den Ursprung des zukünftigen Bolonka Franzuska.

Aber auch die Hunde entgingen nicht den historischen Ereignissen. Die vierbeinigen
Lieblinge der Zaren und des Adels wurden während der Revolution ebenso
umgebracht wie ihre Herren. Nur wenige überlebten, versteckt und behütet von
Hundefreunden.

Nach dem 2. Weltkrieg entwickelte sich ein wachsendes Interesse an Hunderassen,
welche auch die Nicht-Sport- und Zwergrassen einschloss. Allerdings war es
während des Sowjetregimes nahezu unmöglich, Hunde aus anderen Ländern zu
importieren.

Anfang der 50er Jahre kreuzte man den französischen Bichon (Bolonka Franzuska)
mit sehr verschiedenen Kleinhunden wie Lhasa-Apsos, Toy Pudel, Shih-Tzus,
französischen Bolognesern, Pekinesen sowie kleinen, wuscheligen Mischlingshunden.
Aus diesen Kreuzungen ging der russische, farbige Tsvetnaya Bolonka hervor.
Das aber brachte unerwünschte "bunte" Hunde, die zunächst ausgemerzt wurden.
Seit 1966 wurden sie offiziell gezüchtet und ausgestellt, vorwiegend in der Gegend
um Moskau und dem damaligen Leningrad, dem heutigen St. Petersburg. Wo immer
ein Hobbyzüchter in einer beliebigen Stadt an einer Auslese interessiert war,
entstand eine neue Hundepopulation.

Allmählich entwickelte sich die neuen Hunderassen. Der Tsvetnaya Bolonka ist
eine mit der Zeit herausgebildete Farbvariante des Bolonka Franzuska, die in
Russland und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion weit verbreitet ist.

In den frühen 80er Jahren gelangt der Tsvetnaya Bolonka in die damalige DDR
und wird dort unter der Bezeichnung Bolonka Zwetna gezüchtet. Von dort aus
verbreitet er sich nach der Wiedervereinigung Deutschlands auch in den
westlichen Teil des Landes.

1990 werden in Deutschland alle Bolonka Franzuska aus der DDR in den
westdeutschen, dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) und der
FCI angeschlossenen VK übernommen, ihre Ahnentafeln aber umgeschrieben: sie
werden den FCI-anerkannten Bolognesern zugeordnet und erhalten
FCI-Ahnentafeln.

1991 erkennen zwei deutsche, der UCI angeschlossene Vereine den Tsvetnaya
Bolonka unter der Bezeichnung Bolonka Zwetna als Rasse an.

1997 formuliert Russland einen genauen Rassestandart und im gleichen Jahr
erkennt der russische FCI-Dachverband RKF den tsvetnaya Bolonka national als
Rasse an.

Auch der FCI-Dachverband der tschechischen Republik erkennt den Tsvetnaya
Bolonka national als Rasse an. Er wird dort unter der Bezeichnung "barebny
bolonsky psik"
(farbiger Bologneser) gezüchtet.

2003 erkennt Luxenburgs FCI-Dachverband den russischen Tsvetnaya Bolonka
national als Rasse an.

In den USA arbeitet der Bolonkaverein Tsvetnaya Bolonka Club America (TBCA)
ernsthaft darauf hin, die nationale Anerkennung des Tsvetnaya Bolonka durch
den American Kennel Club (AKC) zu bekommen. Der AKC ist zwar kein direktes
FCI-Mitglied, arbeitet aber eng mit dieser zusammen.

Heute beinhalten die russischen Zwergrassen den russischen Zwergterrier, sowohl
glatt als auch langhaarig (auch bekannt als Moskauer Langhaarzwergterrier) und
den Tsvetnaya Bolonka. Die Standarts für diese Rassen wurden der Russian
Kynological Federation (RKF)
, dem russischen Dachverband, im Sommer
1997 bestätigt und anerkannt. Hunde die in den letzten Jahren aus Russland
importiert wurden, besitzen bereits Papiere der russischen FCI.

Bisher wurde der weisse russische Bolonka (Franzuska Bolonka) ebenfalls als
russische Rasse angesehen. Aber seit dem 6. Juli 1997 ist dieser als italienischer
Bologneser
bekannt. Auf einer russischen Ausstellung im Jahr 1997 sah ein
italienischer FCI-Experte die kleinen weissen Franzuskaya Bolonkas und
bezeichnete sie als Bologneser höchster Qualität. Daraufhin wurden die weisssen
Bolonkas den Bolongnesern zugeordnet, ihre Ahnentafeln entsprechen abgeändert
und besassen von nun an als Bologneser die offizielle Anerkennung durch die FCI.

Der Tsvetnaya Bolonka / Bolonka Zwetna besitzt die internationale Anerkennung
durch die FCI noch nicht. Russland ist jedoch als Ursprungsland dabei, die Zucht
weiter zu entwickeln und arbeitet darauf hin, die erforderlichen Auflagen zu
erfüllen, damit die Rasse die vorläufige FCI-Anerkennung erhalten kann.

Seit dem der Tsvetnaya Bolonka die neueste russische Rasse ist, gibt es sehr
viele Fragen, nicht nur betreffend der Abstammung und Anpassung sondern auch
nach seinem typischen Temperament. Dies unterscheidet sich von den meisten
Zwergrassen. Sie sind verblüffend einfach zu führen, nicht so leicht erregbar und
sind deshalb wundervolle Begleiter für Kinder genauso wie für ältere Menschen.
Sie leben freundschaftlich mit Tieren und zeigen nur dann leichte Agressionen,
wenn sie zuerst angegriffen werden.

Sie sind völlig soziale Hunde, die stark an den Menschen gebunden sind und nur
dann kurz Alarm schlagen, wenn sich ein Fremder nähert.

Der Bolonka Zwetna ist ein sehr ausgeglichener Hund. Weil die Rasse so jung
ist, gibt es nur eine begrenzte Einheitlichkeit. Sogar Geschwister variieren in
Körperbau, Fellanlage, Zeichnung und anderen Charaktereigenschaften.

Obwohl jeder Hund individuell ist, gibt es dennoch häufig typische Charakterzüge,
wie z.B. Loyalität, Sozialität und Abhängigkeit vom Menschen. Sie sind nicht
agressiv gegenüber anderen Hunden und leicht zu führen, wenn sie mit anderen
Hunderassen (auch bedeutend grösseren), Katzen oder sogar Meerschweinschen
zusammenleben.

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